Akinator

Beschreibung

Das beliebte An wen denke ich gerade mit einem virtuellen Flaschengeist spielen, der ganz schön schlau ist.

In Quentin Tarantinos Film Inglorious Basterds gibt es eine Szene, in der sich alle eine Karte an den Kopf pappen, auf denen der Name einer fiktiven oder realen Figur steht. Dann müssen die Mitspieler den Namen der Person oder Figur raten. Dieses als Prominente raten bekannte Gesellschaftsspiel kann man auch im Einzelplayer-Modus online spielen.

Allerdings kann man sich beim Akinator nicht mit einem Gegner messen. Die Rollen sind nämlich von Anfang an klar verteilt und können nicht getauscht werden. Der virtuelle Flaschengeist rät den oder die Prominente\n, an den der User gerade denkt, und ist dabei ziemlich klug. Voraussetzung sind natürlich wie im richtigen Spiel ehrliche Antworten des Mitspielers. Dann erkennt der Akinator aber mit einer erstaunlich hohen Trefferquote und oft schon nach nur wenigen Fragen die gesuchte Figur korrekt.

Im Test wurden eine ganze Reihe von Figuren, sowohl reale wie Ernst Jünger oder Willy Brandt als auch fiktive Tarzan oder Fritz the Cat sofort korrekt erkannt, für Virginia Woolf benötigte der Flaschengeist dann allerdings mehrere Fehlversuche, bis er die richtige Schriftstellerin hatte. Unbekannt war dem Akinator bis zu meinem Test der deutsche Schriftsteller Karl Ferdinand Gutzkow. Unbekannte Figuren kann man dem System anschließend benennen und kurz charakterisieren, auf diese Weise wird der virtuelle Flaschengeist immer besser im Raten.

Fazit: Die Fragen des Akinators verblüffen mitunter, weil sie scheinbar völlig zusammenhanglos sind. Offensichtlich merkt sich die Maschine Antworten, die frühere Spieler bei bestimmten Figuren abgegeben haben und nutzt diese bei späteren Spielen wieder. Insofern macht es keinen kleinen Reiz der Webapp aus, den Unterschied des methodischen Vorgehens der künstlichen Intelligenz gegenüber einer menschlichen Logik zu verfolgen.

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